
Interkulturelles Iftar-Essen in Brakel, Schmallenberg, Meschede und Soest
Februar 22, 2026Der Fastenmonat Ramadan ist zu Ende gegangen – ein Rückblick
Der Verein WiKult blickt mit großer Dankbarkeit und Stolz auf die vergangenen Wochen zurück. Während des Fastenmonats Ramadan konnten die Mitglieder und Ehrenamtler des Vereins in den Kreisen Paderborn, Soest, Höxter und im Hochsauerlandkreis knapp 20 interreligiöse Fastenbrechen-Abende organisieren.
Diese besonderen Begegnungen haben Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Kulturen zusammengebracht und ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Respekt und Dialog gesetzt. Besonders berührend war es, dass viele dieser Abende in katholischen Pfarrheimen stattgefunden haben.
Was wäre ein stärkeres Zeichen für gelebten interreligiösen Dialog, als die Einladung von Muslimen zum Fastenbrechen in eine christliche Einrichtung?
Zudem hat der Verein wie in den letzten Jahren auch an dem Friedensprojekt „Ramadan-NRW“ als Kooperationspartner mitgewirkt und ist stolz darauf, dass in diesem Jahr wieder Menschen zum privaten Fastenbrechen zusammengekommen sind.


Hier finden Sie noch einen Artikel von der letzten Veranstaltung des Vereins am 14.03 in Bad Lippspringe
Interreligiöses Fastenbrechen „auf der Friedensinsel“ Bad Lippspringe am 14.03.2026
Bad Lippspringe, 14. März – Im Pfarrheim der katholischen Gemeinde St. Martin Bad Lippspringe fand am Samstag ein interreligiöses Fastenbrechen statt, zu dem der Verein Wikult e.V. eingeladen hatte. Rund 120 Gäste folgten der Einladung und setzten damit ein sichtbares Zeichen für Dialog, gegenseitigen Respekt und ein friedliches Miteinander der Religionen.
Unter den Gästen befanden sich der Bürgermeister der Stadt Bad Lipspringe, Ulrich Lange, der katholische Pfarrer Georg Kersting, die evangelische Pfarrerin Antje Lütkemeier sowie Vertreter des Glaubensgartens, der Tafel und Mitglieder des Vereins und zahlreiche Freunde und Nachbarn.
Den Abend eröffnete der Vorsitzende des Vereins, Dr. Resul Karaca, mit folgenden Worten: „Ein von Muslimen gegründeter Verein lädt ins katholische Pfarrheim ein. Was kann es noch schöneres geben“. Er betonte die besondere Bedeutung interreligiöser Begegnungen gerade in konfliktgeladenen Zeiten. Bad Lipspringe bezeichnete er als eine „Friedensinsel“ – eine Stadt, in der viel interreligiöse Zusammenarbeit und viele positive Begegnungen stattfinden.
Im Anschluss richtete Bürgermeister Ulrich Lange ein Grußwort an die Gäste und dankte dem Verein für die Einladung und das Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch Pfarrer Georg Kersting sprach zu den Anwesenden und betonte, dass es ihm eine große Ehre sei, das Pfarrheim für eine solche Veranstaltung zu öffnen.
Ein besonderer Programmpunkt des Abends war eine Live-Rezitation aus dem Koran, begleitet von einer musikalischen Darbietung auf der orientalischen Längsflöte „Ney“. Dieses Instrument, das in besonderer Weise mit der spirituellen Tradition des Islams verbunden ist, begeisterte die Gäste mit seinem eindrucksvollen Klang. Mit dem Sonnenuntergang erklang der Gebetsruf des Muezzins, bevor anschließend gemeinsam das Fasten gebrochen wurde. Beim Essen kamen die Gäste miteinander ins Gespräch und nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Zur Unterstützung der Tischgespräche hatte der Verein im Vorfeld sogenannte „Iftar-Talks“ auf den Tischen ausgelegt – Gesprächsimpulse mit interreligiösen Fragen, die zum Nachdenken und zum Austausch anregen sollten.
Nach dem Essen sorgte ein interreligiöses Quiz für eine unterhaltsame und zugleich informative Atmosphäre. Die Fragen drehten sich um das christliche und das muslimische Fasten und boten Gelegenheit, Wissen zu teilen und Neues über die jeweiligen Traditionen zu lernen.
Den Abschluss bildete ein Wort des ehemaligen Bürgermeisters der Gemeinde Schlangen, Ulrich Knorr. Er rief dazu auf, dass jede und jeder dazu beitragen müsse, dass das Wort „Frieden“ nicht zu einem Fremdwort werde.
Der Verein Wikult e.V. zeigte sich erfreut über die große Resonanz und die rund 120 Gäste. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Begegnung, Dialog und gegenseitiges Verständnis für den Zusammenhalt der Gesellschaft sind.








